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Stromkosten E-Auto vs. Verbrenner 2026
Kurz gesagt: Wer zu Hause lädt, fährt mit dem E-Auto klar günstiger – rund 6–7 € Strom auf 100 km gegenüber 11–13 € Sprit. Der Vorteil kippt aber, wenn du fast nur an teuren DC-Schnellladern lädst. Hier die ehrliche Rechnung für 2026.
Die Preise 2026
Basis für den Vergleich (Stand Sommer 2026):
- Haushaltsstrom: ca. 37 ct/kWh (Durchschnitt), günstige Tarife 26–33 ct
- Öffentlich AC: ca. 52 ct/kWh · DC: ca. 60–65 ct/kWh · Ad-hoc bis über 80 ct
- Super E10: rund 1,87 €/l · Diesel: rund 1,82 €/l
Hinweis: Ein befristeter Tankrabatt drückte die Spritpreise bis Ende Juni 2026 künstlich – seither ziehen sie wieder an. Die Sprit-Werte unten sind also eher am unteren Rand.
Kosten pro 100 km im Vergleich
Angenommen: E-Auto 18 kWh/100 km, Benziner 7 l/100 km, Diesel 6 l/100 km.
| Fahrzeug | Kosten / 100 km | Kosten / Jahr (15.000 km) |
|---|---|---|
| E-Auto, zu Hause geladen | ca. 6,66 € | ca. 1.000 € |
| E-Auto, öffentlich AC | ca. 9,36 € | ca. 1.400 € |
| E-Auto, öffentlich DC | ca. 11,70 € | ca. 1.755 € |
| Benziner | ca. 13,09 € | ca. 1.964 € |
| Diesel | ca. 10,91 € | ca. 1.637 € |
Beim Heimladen spart das E-Auto rund 650–950 € Energiekosten pro Jahr gegenüber Diesel bzw. Benziner. Wer dagegen nur an DC-Schnellladern lädt, liegt auf Diesel-Niveau oder darüber – der Energievorteil ist dann weg.
Mehr als nur Sprit vs. Strom
- Kfz-Steuer: Reine E-Autos (Erstzulassung bis Ende 2030) sind von der Kfz-Steuer befreit; ein Verbrenner kostet oft 100–300 €/Jahr.
- Wartung: E-Autos sind meist rund ein Drittel günstiger – kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, dank Rekuperation weniger Bremsverschleiß. Über 10 Jahre gut 2.000–3.000 € Ersparnis.
- THG-Quote: Nur für E-Autos – rund 150–300 €/Jahr obendrauf. Details im Ratgeber THG-Quote 2026.
- Versicherung: uneinheitlich – mal günstiger, mal wegen teurer Reparaturen etwas höher.
Zusammen ergibt das für einen typischen Heimlader schnell 1.100–1.700 € geringere laufende Kosten pro Jahr als beim Verbrenner (ohne Kaufpreis/Wertverlust gerechnet).
Wo der Verbrenner mithält
Ehrlich bleibt: Bei reinem Schnellladen ohne Heimlademöglichkeit schmilzt der Energievorteil. Auch der höhere Anschaffungspreis und der Wertverlust können das E-Auto in der Vollkostenrechnung je nach Modell teurer machen. Faustregel des ADAC: Unter rund 18 ct/kWh (günstiger Heim-/Nachtstrom) fährt das E-Auto klar günstiger, bei rund 60 ct/kWh (reines DC-Laden) oft nicht mehr.
Der entscheidende Faktor: wo du lädst
Die ganze Rechnung hängt am Ladepreis. Zu Hause laden ist der größte Hebel – unterwegs ein planbarer, einheitlicher Preis statt teurer Ad-hoc- und Roaming-Aufschläge. Damit bleibt der E-Auto-Vorteil auch für alle erhalten, die viel unterwegs laden.
Damit die Rechnung aufgeht: ein Preis an jeder Säule.
voltflat hält den Ladepreis unterwegs planbar – ein einheitlicher Preis ohne Roaming- und Blockiergebühr. 200 kWh für 99 €/Monat oder Prepaid ohne Vertrag.
Frühen Zugang sichernHäufige Fragen
Ist ein E-Auto günstiger als ein Verbrenner?
Bei den Energiekosten meist ja – wenn du zu Hause lädst. 100 km kosten dann rund 6–7 € Strom gegenüber 11–13 € Benzin. Lädst du fast nur öffentlich per Schnelllader, schrumpft der Vorteil und kann bei Diesel-Niveau liegen.
Was kostet ein E-Auto auf 100 km?
Bei rund 18 kWh/100 km zahlst du zu Hause (37 ct/kWh) etwa 6,66 €, an öffentlicher AC-Säule (52 ct) rund 9,36 € und an DC-Schnellladern (65 ct) rund 11,70 €. Ein Benziner liegt bei etwa 13 €, ein Diesel bei rund 11 €.
Zahlt man für ein E-Auto Kfz-Steuer?
Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind in Deutschland von der Kfz-Steuer befreit (längstens bis Ende 2035). Ein Verbrenner kostet je nach Hubraum und CO₂ oft 100–300 € pro Jahr.
Sind Wartung und Verschleiß beim E-Auto günstiger?
Ja, meist rund ein Drittel günstiger: kein Ölwechsel, keine Zündkerzen und dank Rekuperation weniger Bremsverschleiß. Über die Jahre summiert sich das auf einige Tausend Euro.
Fazit
Für die meisten mit Heimlademöglichkeit ist das E-Auto im Unterhalt klar günstiger – Energie, Steuer, Wartung und THG-Quote summieren sich. Entscheidend ist der Ladepreis: Wer zu Hause lädt und unterwegs einen planbaren Einheitspreis zahlt, holt den größten Vorteil heraus.
Weiterlesen: Günstig E-Auto laden · Was kostet eine kWh an der Ladesäule?
Stand Juli 2026. Quellen u. a.: ADAC, BDEW. Sprit- und Strompreise schwanken; dies ist keine Anlage- oder Steuerberatung.