Start / Ratgeber / E-Auto vs. Verbrenner

Kosten9 Min. LesezeitAktualisiert Juli 2026

Stromkosten E-Auto vs. Verbrenner 2026

Kurz gesagt: Wer zu Hause lädt, fährt mit dem E-Auto klar günstiger – rund 6–7 € Strom auf 100 km gegenüber 11–13 € Sprit. Der Vorteil kippt aber, wenn du fast nur an teuren DC-Schnellladern lädst. Hier die ehrliche Rechnung für 2026.

Die Preise 2026

Basis für den Vergleich (Stand Sommer 2026):

Hinweis: Ein befristeter Tankrabatt drückte die Spritpreise bis Ende Juni 2026 künstlich – seither ziehen sie wieder an. Die Sprit-Werte unten sind also eher am unteren Rand.

Kosten pro 100 km im Vergleich

Angenommen: E-Auto 18 kWh/100 km, Benziner 7 l/100 km, Diesel 6 l/100 km.

FahrzeugKosten / 100 kmKosten / Jahr (15.000 km)
E-Auto, zu Hause geladenca. 6,66 €ca. 1.000 €
E-Auto, öffentlich ACca. 9,36 €ca. 1.400 €
E-Auto, öffentlich DCca. 11,70 €ca. 1.755 €
Benzinerca. 13,09 €ca. 1.964 €
Dieselca. 10,91 €ca. 1.637 €

Beim Heimladen spart das E-Auto rund 650–950 € Energiekosten pro Jahr gegenüber Diesel bzw. Benziner. Wer dagegen nur an DC-Schnellladern lädt, liegt auf Diesel-Niveau oder darüber – der Energievorteil ist dann weg.

Mehr als nur Sprit vs. Strom

Zusammen ergibt das für einen typischen Heimlader schnell 1.100–1.700 € geringere laufende Kosten pro Jahr als beim Verbrenner (ohne Kaufpreis/Wertverlust gerechnet).

Wo der Verbrenner mithält

Ehrlich bleibt: Bei reinem Schnellladen ohne Heimlademöglichkeit schmilzt der Energievorteil. Auch der höhere Anschaffungspreis und der Wertverlust können das E-Auto in der Vollkostenrechnung je nach Modell teurer machen. Faustregel des ADAC: Unter rund 18 ct/kWh (günstiger Heim-/Nachtstrom) fährt das E-Auto klar günstiger, bei rund 60 ct/kWh (reines DC-Laden) oft nicht mehr.

Der entscheidende Faktor: wo du lädst

Die ganze Rechnung hängt am Ladepreis. Zu Hause laden ist der größte Hebel – unterwegs ein planbarer, einheitlicher Preis statt teurer Ad-hoc- und Roaming-Aufschläge. Damit bleibt der E-Auto-Vorteil auch für alle erhalten, die viel unterwegs laden.

Damit die Rechnung aufgeht: ein Preis an jeder Säule.

voltflat hält den Ladepreis unterwegs planbar – ein einheitlicher Preis ohne Roaming- und Blockiergebühr. 200 kWh für 99 €/Monat oder Prepaid ohne Vertrag.

Frühen Zugang sichern

Häufige Fragen

Ist ein E-Auto günstiger als ein Verbrenner?

Bei den Energiekosten meist ja – wenn du zu Hause lädst. 100 km kosten dann rund 6–7 € Strom gegenüber 11–13 € Benzin. Lädst du fast nur öffentlich per Schnelllader, schrumpft der Vorteil und kann bei Diesel-Niveau liegen.

Was kostet ein E-Auto auf 100 km?

Bei rund 18 kWh/100 km zahlst du zu Hause (37 ct/kWh) etwa 6,66 €, an öffentlicher AC-Säule (52 ct) rund 9,36 € und an DC-Schnellladern (65 ct) rund 11,70 €. Ein Benziner liegt bei etwa 13 €, ein Diesel bei rund 11 €.

Zahlt man für ein E-Auto Kfz-Steuer?

Reine Elektroautos mit Erstzulassung bis Ende 2030 sind in Deutschland von der Kfz-Steuer befreit (längstens bis Ende 2035). Ein Verbrenner kostet je nach Hubraum und CO₂ oft 100–300 € pro Jahr.

Sind Wartung und Verschleiß beim E-Auto günstiger?

Ja, meist rund ein Drittel günstiger: kein Ölwechsel, keine Zündkerzen und dank Rekuperation weniger Bremsverschleiß. Über die Jahre summiert sich das auf einige Tausend Euro.

Fazit

Für die meisten mit Heimlademöglichkeit ist das E-Auto im Unterhalt klar günstiger – Energie, Steuer, Wartung und THG-Quote summieren sich. Entscheidend ist der Ladepreis: Wer zu Hause lädt und unterwegs einen planbaren Einheitspreis zahlt, holt den größten Vorteil heraus.

Weiterlesen: Günstig E-Auto laden · Was kostet eine kWh an der Ladesäule?

Stand Juli 2026. Quellen u. a.: ADAC, BDEW. Sprit- und Strompreise schwanken; dies ist keine Anlage- oder Steuerberatung.

← Zurück zum Ratgeber