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Ladekarten-Vergleich 2026: Worauf es wirklich ankommt
Kurz gesagt: Bei 200 kWh im Monat kostet derselbe Strom je nach Ladekarte zwischen rund 86 € und 144 € (Stand Oktober 2026). Lädst du alles im eigenen Netz, ist EnBW mobility+ L mit 89,99 € am günstigsten. Lädst du die Hälfte an fremden Säulen, liegt voltflat M mit 99,59 € vorn. Ad-hoc laden ist laut ADAC bis zu 62 % teurer als mit Vertrag. Wer wenig lädt, fährt mit einer Ladekarte fürs E-Auto ohne Grundgebühr am günstigsten.
Keine Lust, Karten zu vergleichen?
Der Tarifrechner zeigt dir in einer Minute, welcher voltflat-Tarif zu deinem Auto und deinen Kilometern passt. Und im Preismonitor siehst du täglich, was Laden ohne Vertrag an den Säulen kostet.
Zum TarifrechnerEine Ladekarte fürs E-Auto klingt simpel: anstecken, laden, zahlen. In der Praxis ist der deutsche Lademarkt aber einer der intransparentesten überhaupt. Laut Bundesnetzagentur gab es Mitte 2026 rund 204.000 öffentliche Ladepunkte, bedient von hunderten Anbietern mit zusammen über 600 verschiedenen Ladekarten und Apps. Das Ergebnis: Für dieselbe Kilowattstunde an derselben Säule kann der Preis je nach Karte um bis zu 50 Cent auseinanderliegen.
Was das praktisch bedeutet, zeigt eine typische Rechnung. Wir rechnen auf dieser Seite immer mit 200 kWh im Monat, das entspricht etwa 1.100 bis 1.200 km mit einem Kompaktwagen. Selbst wenn jeder Anbieter dich an seinen eigenen Säulen laden lässt, kostet derselbe Strom je nach Karte zwischen rund 86 € und 144 € im Monat. Lädst du die Hälfte woanders, wird alles teurer, und bei drei Tarifen der Tabelle unten geht es dann gar nicht mehr, weil ihre Karte dort, wo du gerade stehst, nicht funktioniert. Der ADAC kommt zum gleichen Befund: Spontan ohne Vertrag zu laden ist bis zu 62 % teurer als mit. Welche Karte zu dir passt, hängt deshalb vor allem davon ab, wie viel du lädst und an wessen Säulen.
Welche Ladekarte ist die beste? Das entscheidet dein Fahrprofil
Die beste Ladekarte fürs E-Auto gibt es nicht für alle. Es kommt darauf an, wie viel du öffentlich lädst und an wessen Säulen. Für drei typische Profile sieht das so aus (Rechenweg wie in den Tabellen weiter unten; Preise von EnBW, ADAC, Maingau und IONITY vom 21.10.2026):
- Wenigfahrer, bis etwa 60 kWh im Monat: eine Ladekarte ohne Grundgebühr. Bei 50 kWh kosten ADAC e-Charge und Maingau Autostrom an ihren günstigen Säulen je 27,50 €, mit der Hälfte an fremden Säulen ist EnBW mobility+ S mit 32,13 € vorn. Unser kleinstes Paket kostet 34,99 € und lohnt sich hier nicht.
- Pendler, 100 bis 200 kWh im Monat: Lädst du fast immer im Netz eines Anbieters, nimm dessen Tarif mit Grundgebühr, im EnBW-Netz etwa EnBW mobility+ L (50,99 € bei 100 kWh, 89,99 € bei 200 kWh). Gehören deine Säulen verschiedenen Betreibern, liegt voltflat vorn: S mit 52,29 € bei 100 kWh, M mit 99,59 € bei 200 kWh, jeweils mit der Hälfte an fremden Säulen.
- Vielfahrer und Langstrecke, 300 kWh und mehr: Mit gemischtem Laden kosten 300 kWh mit voltflat L 134,59 €, mit EnBW mobility+ L im eigenen Netz 128,99 €, mit der Hälfte an fremden Säulen 179,24 €. Lädst du fast nur an der Autobahn, kommt ein Schnellladeabo in Frage: IONITY Power kostet für 300 kWh nur an IONITY-Schnellladern 137,99 €. Für das Laden an AC-Säulen brauchst du dann eine zweite Karte.
Ladetarife vergleichen: die fünf Modelle
Ladetarife unterscheiden sich weniger im Namen als im Preismodell. Es gibt fünf Arten, und welche günstig ist, hängt davon ab, wie viel du lädst und an wessen Säulen. Die Beispiele haben wir am 21.10.2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft.
| Modell | So rechnet es | Beispiel |
|---|---|---|
| kWh-Tarif ohne Grundgebühr passt zu: wenig oder selten laden | nur der Preis je kWh, je nach Säule verschieden | EnBW mobility+ S: 56 ct/kWh an EnBW-Säulen; ADAC e-Charge: 55 ct/kWh an Aral pulse |
| kWh-Tarif mit Grundgebühr passt zu: viel laden, meist beim selben Anbieter | feste Monatsgebühr, dafür günstigere kWh, meist nur im eigenen Netz | EnBW mobility+ L: 11,99 €/Monat, 39 ct/kWh an EnBW-Säulen |
| Paket passt zu: planbar laden, bei verschiedenen Betreibern | fester Grundpreis mit kWh-Volumen, darüber ein fester kWh-Preis | voltflat (startet noch): 34,99 € für 75 kWh je Abrechnungszeitraum, darüber 65 ct AC, 79 ct DC |
| Abo für ein Schnellladenetz passt zu: viel Langstrecke an der Autobahn | Monatsgebühr, günstige kWh nur an den Säulen dieses Netzes, nur DC | IONITY Power: 11,99 €/Monat, 42 ct/kWh |
| Ad-hoc ohne Vertrag passt zu: Notfall, seltene Ausnahme | Preis des Betreibers, per Karte oder App an der Säule bezahlt | IONITY Direct: 72 ct/kWh |
Zwei Dinge machen diese Modelle schwer vergleichbar: Der günstige Preis gilt fast immer nur an einem Teil der Säulen, und zum kWh-Preis kommen Gebühren, die nicht im Preis stehen. Das sind die vier Kostenfaktoren unten.
Eine Ladeflatrate, also beliebig viele Kilowattstunden für einen festen Betrag, fehlt in der Liste: Eine bundesweite, die jeder buchen kann, haben wir im Oktober 2026 nicht gefunden. Was aus den Angeboten von JUCR und elvah wurde, steht in Ladeflatrate fürs E-Auto: Gibt es das?
Die 4 Kostenfaktoren, die jeder Ladetarif versteckt
1. Der kWh-Preis, und warum er selten der Endpreis ist
Der beworbene Preis pro kWh ist meist nur die halbe Wahrheit. 2026 liegt öffentliches Laden im Schnitt bei rund 52 ct/kWh an AC-Säulen (Wechselstrom) und etwa 60 ct/kWh an DC-Schnellladern (Gleichstrom), mit einer Spanne von rund 34 bis 89 ct/kWh. Der niedrige Preis gilt aber fast immer nur an den Säulen des eigenen Anbieters. Sobald du an einer „fremden“ Säule lädst (Roaming), wird es teurer.
2. Die Grundgebühr
Viele Tarife mit niedrigem kWh-Preis verlangen eine monatliche Grundgebühr. Beispiel EnBW mobility+ mit drei Stufen an EnBW-Säulen: S ohne Grundgebühr für 56 ct/kWh, M für 5,99 €/Monat mit 46 ct/kWh, L für 11,99 €/Monat mit 39 ct/kWh. Die Rechnung: M lohnt sich gegenüber S ab 60 kWh im Monat, L gegenüber M ab rund 86 kWh. Wer weniger lädt, zahlt drauf. Bei unseren 200 kWh kostet L 89,99 €, S 112 €.
3. Blockier- und Standgebühren
An vielen Schnellladesäulen läuft nach einer gewissen Zeit eine Blockiergebühr pro Minute, unabhängig davon, ob noch geladen wird. Bei EnBW sind das 10 ct/Minute nach 4 Stunden, gedeckelt auf 12 € pro Vorgang. Aral pulse berechnet an fremden Säulen 15 ct/Minute, an DC schon ab 45 Minuten. Tesla verlangt an stark frequentierten Superchargern eine „Idle Fee“ von bis zu 1 €/Minute.
4. Roaming-Aufschläge
Lädst du über einen Anbieter an der Säule eines anderen Betreibers, verdienen beide mit. Bei EnBW steigt der Preis vom eigenen Netz (39 bis 56 ct/kWh) im Roaming auf bis zu 89 ct/kWh, je nach Tarif rund 60 % bis gut das Doppelte. ADAC e-Charge kostet 55 ct/kWh an Aral-pulse-Säulen, im Roaming aber 75 ct/kWh. Genau deshalb kostet dieselbe kWh an derselben Säule mit zwei Karten oft unterschiedlich viel.
Ladekarten fürs E-Auto 2026 im Preis-Überblick
Die folgende Tabelle rechnet zwei Szenarien durch. Links lädst du alle 200 kWh an Säulen des Anbieters, das ist der Fall, mit dem geworben wird. Rechts lädst du die Hälfte bei einem fremden Betreiber, weil der nächste Lader nicht immer der eigene ist. Sortiert ist nach dem rechten Szenario.
Die Annahmen, damit du nachrechnen kannst: 200 kWh im Monat, davon 70 % an AC- und 30 % an DC-Säulen. Die Bundesnetzagentur zählte im März 2026 rund 148.000 AC- und 50.500 DC-Ladepunkte, also etwa 75 zu 25. An einem Schnelllader fließt pro Ladevorgang aber mehr Energie als an einer AC-Säule. Deshalb setzen wir den DC-Anteil auf 30 %. Für die fremde Säule nehmen wir die Mitte der Spanne an, die der Anbieter selbst veröffentlicht (bei EnBW etwa 56 bis 89 ct, also 72,5 ct). Alle Preise von EnBW, ADAC, Maingau und IONITY haben wir am 21.10.2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft. Bei Tesla schwanken die Preise nach Standort und Tageszeit; die Tesla-Zahl ist Stand Anfang Oktober 2026 und nicht nachgeprüft. Bei Gleichstand wird derselbe Platz vergeben.
| Anbieter / Tarif | 100 % im eigenen Netz | 50 % an fremden Säulen |
|---|---|---|
| voltflat M (150 kWh) | 99,59 € Platz 3 | 99,59 € Platz 1 |
| voltflat L (250 kWh) | 99,99 € Platz 4 | 99,99 € Platz 2 |
| voltflat S (75 kWh) | 121,49 € Platz 7 | 121,49 € Platz 3 |
| EnBW mobility+ L | 89,99 € Platz 1 | 123,49 € Platz 4 |
| EnBW mobility+ M | 97,99 € Platz 2 | 124,49 € Platz 5 |
| EnBW mobility+ S | 112,00 € Platz 6 | 128,50 € Platz 6 |
| ADAC e-Charge | 110,00 € Platz 5 | 130,00 € Platz 7 |
| Maingau Autostrom | 110,00 € Platz 5 | 132,00 € Platz 8 |
| Tesla Supercharger | 85,99 € nur bei 100 % DC | gar nicht möglich kein Platz: deckt die 70 % AC nicht ab |
| IONITY Power | 95,99 € nur bei 100 % DC | gar nicht möglich kein Platz: deckt die 70 % AC nicht ab |
| IONITY Direct | 144,00 € nur bei 100 % DC | gar nicht möglich kein Platz: deckt die 70 % AC nicht ab |
Wie die voltflat-Zeilen zu lesen sind: Bei voltflat gibt es keinen kWh-Preis und keine Grundgebühr nebeneinander, sondern ein Paket je Abrechnungszeitraum: 34,99 € für 75 kWh, 64,99 € für 150 kWh, 99,99 € für 250 kWh. Teilst du den Paketpreis durch das Paketvolumen, bekommst du den Preis je kWh. Er gilt bei voll ausgenutztem Paket. Dieser Preis ist an jeder angebundenen Säule derselbe, AC wie DC, ohne Roaming-Aufschlag. Deshalb steht bei voltflat in beiden Spalten dieselbe Zahl. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Wer sein Paket nicht ausschöpft, zahlt je geladener kWh entsprechend mehr, denn das Paket wird unabhängig von der Nutzung berechnet. Und wer darüber hinaus lädt, zahlt für die Mehrmenge 65 ct/kWh an AC- und 79 ct/kWh an DC-Säulen.
Was die Plätze bedeuten. Im linken Szenario gewinnt EnBW mobility+ L vor EnBW M, und voltflat liegt auf den Plätzen 3, 4 und 7. Wer wirklich jede Kilowattstunde an EnBW-eigenen Säulen lädt, fährt dort günstiger als bei uns, und das bleibt so. Rechts dreht sich das Bild, und zwar nicht, weil voltflat billiger würde (unsere Zahl ist in beiden Spalten dieselbe), sondern weil bei allen anderen ein zweiter Preis dazukommt. EnBW L steigt um 33,50 €, und die Grundgebühr läuft trotzdem weiter. Sie kauft den Rabatt nämlich nur im eigenen Netz: je kWh an einer fremden Säule zahlen S, M und L denselben Preis.
Warum drei Zeilen keinen Platz bekommen. Tesla und IONITY laden ausschließlich mit Gleichstrom. Die 70 % AC unseres Profils können sie nicht abdecken, und an einer Säule, die ihnen nicht gehört, funktioniert ihre Karte gar nicht. Wer mit einer der beiden fährt, braucht also eine zweite Karte, und zwar für den größeren Teil seiner Energie. Vergleichbar bleiben sie trotzdem: Links steht, was sie kosten, wenn jemand die vollen 200 kWh nur an Schnellladern lädt. Tesla ist dann mit 85,99 € das günstigste Angebot der ganzen Tabelle. Für Vielfahrer, die fast nur an der Autobahn laden, ist das ein ernstzunehmender Tarif.
Und wo voltflat verliert. Bei 200 kWh im Monat passt kein voltflat-Paket genau: Mit L bleiben 50 kWh ungenutzt und kosten trotzdem mit, mit M fehlen 50 kWh, die nachberechnet werden. Günstiger ist dann M mit Überschreitung (64,99 € + 34,60 € = 99,59 €) und nicht das größere Paket. Das S-Paket steht rechts nur auf Platz 3 und links auf dem letzten: 75 kWh sind für 200 kWh im Monat zu klein. Wer so viel lädt, nimmt M oder L. Wer deutlich weniger lädt, für den dreht sich die Tabelle, weil dann unser Paketpreis auf wenige Kilowattstunden fällt: Das zeigt der nächste Abschnitt.
Eine Einschränkung, die dazugehört: voltflat startet erst noch. Die Tarife der anderen Anbieter in dieser Tabelle gibt es heute schon.
Hinweis: Preise ändern sich laufend. IONITY hat zum 1. Juli 2026 um durchschnittlich vier Prozent erhöht, Maingau hat zum selben Datum sein Preismodell umgestellt, und die EnBW-Sommeraktion von fünf Cent Rabatt ist am 30. September 2026 ausgelaufen. Tesla-Preise schwanken zusätzlich nach Standort und Tageszeit, nachts sind einzelne Standorte günstiger. Prüfe vor Vertragsabschluss immer den tagesaktuellen Tarif.
Günstiger Ladetarif: Welcher passt zu meinem Budget?
Das entscheidet vor allem, wie viel du im Monat lädst. Unter rund 60 kWh ist ein Tarif ohne Grundgebühr am günstigsten. Ab etwa 100 kWh rechnet sich eine Grundgebühr oder ein Paket, und je mehr davon an Säulen fremder Betreiber fließt, desto mehr zählt, was ein Tarif dort kostet.
Die Tabelle zeigt für vier Verbräuche den günstigsten Tarif in beiden Szenarien von oben, mit denselben Annahmen: 70 % AC, 30 % DC, für fremde Säulen die Mitte der Spanne des Anbieters. Tesla und IONITY fehlen, weil sie nur Schnellladen abdecken.
| Verbrauch im Monat | Hälfte an fremden Säulen | alles im eigenen Netz |
|---|---|---|
| 50 kWh etwa 275 bis 300 km | EnBW mobility+ S: 32,13 € danach ADAC e-Charge 32,50 €, Maingau 33,00 €; voltflat S 34,99 € | ADAC e-Charge und Maingau: 27,50 € danach EnBW S 28,00 €; voltflat S 34,99 € |
| 100 kWh etwa 550 bis 600 km | voltflat S: 52,29 € danach EnBW S 64,25 €, ADAC e-Charge 65,00 € | EnBW mobility+ L: 50,99 € danach EnBW M 51,99 €, voltflat S 52,29 € |
| 200 kWh etwa 1.100 bis 1.200 km | voltflat M: 99,59 € danach EnBW L 123,49 €, EnBW M 124,49 € | EnBW mobility+ L: 89,99 € danach EnBW M 97,99 €, voltflat M 99,59 € |
| 300 kWh etwa 1.650 bis 1.800 km | voltflat L: 134,59 € danach EnBW L 179,24 €, EnBW M 183,74 € | EnBW mobility+ L: 128,99 € danach voltflat L 134,59 €, EnBW M 143,99 € |
So liest du die Tabelle: Bei wenig Verbrauch gewinnt eine Karte ohne Grundgebühr, ganz gleich, wo du lädst. Ab 100 kWh entscheidet, an wessen Säulen du lädst. Fast alles im EnBW-Netz: dann EnBW mobility+ L. Viel an Säulen verschiedener Betreiber: dann ein Tarif, der dort nicht teurer wird.
Die voltflat-Zahlen gelten mit dem passenden Paket: bei 100 kWh S mit 25 kWh Mehrmenge, bei 300 kWh L mit 50 kWh Mehrmenge. Wie viel du wirklich lädst, schätzt der Tarifrechner aus deinem Auto und deinen Kilometern, und er nennt dir das Paket dazu.
Ladekarte ohne Grundgebühr: wann sie sich für Wenigfahrer lohnt
Eine Ladekarte ohne Grundgebühr lohnt sich, wenn du wenig öffentlich lädst: grob unter 60 kWh im Monat, also bis etwa 300 bis 350 km. Dann gibt es keinen festen Betrag, der sich auf wenige Kilowattstunden verteilt. Diese Karten haben wir am 21.10.2026 bei den Anbietern nachgesehen:
- EnBW mobility+ S: 56 ct/kWh an EnBW-Säulen, 56 bis 89 ct/kWh an Säulen anderer Betreiber, monatlich kündbar.
- ADAC e-Charge: für ADAC-Mitglieder ohne Grundgebühr, 55 ct/kWh an Aral pulse und 75 ct/kWh an allen anderen Säulen. An fremden Säulen kostet das Stehen 15 ct/Minute, an AC ab 120, an DC ab 45 Minuten.
- Maingau Autostrom: der Preis hängt vom Betreiber ab. Im Niedrigpreis (u. a. Lidl, Kaufland, Vattenfall) 52 ct/kWh an AC und 62 ct/kWh an DC, im Standardpreis 72 ct/kWh, im Hochpreis (u. a. EnBW, E.ON, EWE Go, Fastned) 82 ct/kWh. Maingau-Energiekunden zahlen im Niedrig- und Standardpreis 10 ct weniger.
- IONITY Direct: 72 ct/kWh ohne Anmeldung, nur an IONITY-Schnellladern.
Der Haken ist bei allen derselbe: Der beworbene Preis gilt nur an einem Teil der Säulen. Woanders zahlst du bis zu 89 ct/kWh, und welcher Preis gerade gilt, siehst du erst in der App.
voltflat ist kein Tarif ohne Grundgebühr. Unser kleinstes Paket kostet 34,99 € für 75 kWh je Abrechnungszeitraum. Gegen einen Tarif mit 55 ct/kWh rechnet es sich erst ab rund 64 kWh im Monat, gegen 65 ct/kWh (die Hälfte an fremden Säulen) ab rund 54 kWh. Wer weniger lädt, fährt mit einer Karte ohne Grundgebühr günstiger.
Ad-hoc laden: bequem, aber teuer
Seit der Ladesäulenverordnung und der EU-Verordnung AFIR muss jede öffentliche Säule spontanes Laden ohne Vertrag ermöglichen, an neueren Schnellladern per kontaktloser Giro- oder Kreditkarte. Bequem, aber der Aufpreis ist happig: Laut ADAC ist Ad-hoc-Laden bis zu 62 % teurer als der Vertragstarif desselben Anbieters (z. B. 0,84 statt 0,52 €/kWh). Manche Säulen blockieren beim Start zudem eine Kaution von bis zu 150 € auf der Karte. Für den Notfall gut, als Dauerlösung zu teuer.
Wie du ohne Karte bezahlst, per Terminal, QR-Code oder App, und was für ältere Säulen gilt, steht in E-Auto laden ohne Ladekarte.
Ad-hoc-Preise in deiner Stadt: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig, Dortmund, Essen, Bremen, Dresden, Hannover, Nürnberg, Duisburg.
Warum ein klassischer „Vergleich“ kaum funktioniert
Vergleichsportale listen kWh-Preise, aber dein realer Preis hängt davon ab, wo du lädst und wie oft. Ein Tarif kann für Pendler an einer bestimmten Säule top und für Gelegenheitsfahrer auf Reisen teuer sein. Hinzu kommt: Selbst die alte Regel „DC ist teurer als AC“ gilt nicht mehr überall: EnBW und EWE Go verlangen im eigenen Netz inzwischen denselben Preis für AC und DC. Und an derselben Säule zahlst du je nach Karte verschieden viel. Beim Schnellladen verlangte EWE Go von Kunden der eigenen App 52 ct/kWh, über Roaming-Anbieter 83,7 ct/kWh. Das Landgericht München I hält diesen Abstand für unzulässig, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Mehr dazu: was das Urteil gegen EWE Go für Ladepreise bedeutet. Es gibt keinen „besten“ Tarif. Nur einen, der am wenigsten versteckt.
So sieht ein transparenter Tarif aus
Der Gegenentwurf ist einfach: ein Preis statt einer Preistabelle je Betreiber. Kein Roaming-Aufschlag, keine Preis-Mathematik je Betreiber, kein Kartenbündel im Handschuhfach. Genau das ist der Ansatz von voltflat.
Bei der Blockiergebühr zählt, was am Ende maximal auf der Rechnung steht, und das ist bei voltflat nach oben gedeckelt: höchstens 12 € pro Ladevorgang, für bis zu 24 Stunden. Es fallen 10 ct je Minute an, und das erst nach 45 Minuten am DC-Schnelllader bzw. 240 Minuten an der AC-Säule. Wer länger als 24 Stunden steht, zahlt darüber hinaus die Blockiergebühr des Betreibers. Zwei Dinge stehen nicht im Kleingedruckten, sondern hier: Die Minuten werden nicht in kWh umgerechnet und nicht von deinem Paketvolumen abgezogen. Das bleibt dir.
| Kriterium | Klassische Ladekarte | voltflat |
|---|---|---|
| Preis pro kWh | variiert je Säule & Betreiber | an jeder angebundenen Säule gleich |
| Roaming-Aufschlag | bei EnBW +44 bis +128 % gegenüber dem eigenen Netz; bei Tesla und IONITY gar kein Roaming | immer inklusive |
| Blockiergebühr | 10 bis 15 ct/Min., Schwelle je Anbieter unterschiedlich; Tesla bis 1 €/Min., nicht überall gedeckelt | max. 12 € pro Ladevorgang und 24 h, 10 ct/Min. ab 45 Min. DC bzw. 240 Min. AC |
| Anzahl Karten/Apps | oft mehrere nötig | eine Karte, plus App |
Eine Karte. Ein Preis. An jeder Säule.
voltflat macht Schluss mit Tarif-Roulette: drei Tarife mit 75, 150 oder 250 kWh Paketvolumen, ab 34,99 €/Monat – anbieterunabhängig, ohne versteckte Gebühren und ohne Blockiergebühr in den ersten 45 Minuten am Schnelllader bzw. 240 Minuten an der AC-Säule.
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Häufige Fragen zu Ladekarten
Was ist eine Blockiergebühr?
Eine Blockiergebühr ist eine Minutengebühr, die anfällt, wenn das Auto nach dem Laden weiter an der Säule steht. Beispiel EnBW: 10 ct/Minute nach 4 Stunden, gedeckelt auf 12 € pro Vorgang. Aral pulse berechnet an Roaming-Säulen 15 ct/Minute, an DC ab 45 Minuten.
Was kostet Ad-hoc-Laden ohne Vertrag?
Ad-hoc-Laden per Giro- oder Kreditkarte ist gesetzlich vorgeschrieben, aber oft deutlich teurer: laut ADAC bis zu 62 % mehr als der Vertragspreis desselben Anbieters, etwa 0,84 statt 0,52 €/kWh. Manche Säulen reservieren vorab bis zu 150 € auf der Karte.
Lohnt sich ein Tarif mit Grundgebühr?
Nur ab einem gewissen Verbrauch. Bei EnBW mobility+ lohnt sich der Tarif M (5,99 €/Monat) gegenüber dem Tarif ohne Grundgebühr ab 60 kWh im Monat im EnBW-Netz, der Tarif L (11,99 €/Monat) ab rund 86 kWh. Wer weniger lädt, zahlt mit der Grundgebühr drauf.
Welche Ladekarte ist die beste und günstigste?
Die eine für alle gibt es nicht, es kommt darauf an, wie viel und wo du lädst. Bei 200 kWh im Monat im eigenen Netz ist in unserem Vergleich EnBW mobility+ L mit 89,99 € am günstigsten, nur an Schnellladern Tesla mit 85,99 € (Stand Anfang Oktober 2026). Lädst du die Hälfte an fremden Säulen, liegt voltflat M mit 99,59 € vorn. Unter rund 60 kWh im Monat ist eine Karte ohne Grundgebühr am günstigsten.
Welche Ladekarten empfiehlt der ADAC?
Der ADAC nennt in seinem Ratgeber zu Ladetarifen (Stand Juli 2026) keine bestimmte Karte. Er rät zu einem Vertrag statt Ad-hoc-Laden, weil spontanes Laden bis zu 62 % teurer sein kann, und zu einem Tarif mit Roaming, wenn du oft außerhalb deiner Region lädst. Seine eigene Karte ADAC e-Charge kostet 55 ct/kWh an Aral pulse und 75 ct/kWh an anderen Säulen, für Mitglieder ohne Grundgebühr.
Welche Ladekarten sind sinnvoll?
Sinnvoll ist zuerst eine Karte, die dort günstig ist, wo du am häufigsten lädst, oft beim Anbieter in deiner Region. Viele haben dazu eine zweite für unterwegs, etwa ein Schnellladeabo für die Autobahn. Mehr als zwei bis drei Karten braucht kaum jemand. Ein Tarif mit einem Preis an allen angebundenen Säulen wie voltflat soll das Bündel ersetzen.
Fazit
Wer Ladekarten vergleicht, sollte nicht auf den beworbenen kWh-Preis schauen, sondern auf die Gesamtkosten inklusive Grundgebühr, Roaming und Zusatzgebühren, und auf das eigene Fahrprofil. Wer wenig lädt, nimmt eine Karte ohne Grundgebühr. Wer viel lädt und meist beim selben Anbieter, nimmt dessen Tarif mit Grundgebühr. Am einfachsten ist ein Tarif, der an jeder Säule denselben Preis hat. Dann erübrigt sich der Vergleich.
Weiterlesen: Günstig E-Auto laden: die konkreten Hebel, Urteil gegen EWE Go und der Preismonitor für Ad-hoc-Preise.
Stand Oktober 2026. Preise von EnBW, ADAC, Maingau und IONITY am 21.10.2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft, Tesla Stand Anfang Oktober 2026. Quellen u. a.: ADAC, Bundesnetzagentur sowie die Preisangaben der genannten Anbieter. Preise und Tarife können sich kurzfristig ändern.
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