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Grundwissen8 Min. LesezeitAktualisiert Juli 2026

Öffentlich laden: AC vs. DC einfach erklärt

Kurz gesagt: AC ist Wechselstrom und lädt langsamer (meist 11 kW), DC ist Gleichstrom und lädt schnell (50 bis über 300 kW). AC nutzt du zu Hause und bei längeren Stopps, DC unterwegs auf der Langstrecke. Hier ist der Unterschied ohne Fachchinesisch.

Was bedeuten AC und DC?

AC (Alternating Current) ist der Wechselstrom aus dem Stromnetz. DC (Direct Current) ist Gleichstrom – und nur den kann die Autobatterie speichern. Irgendwo muss der Strom also umgewandelt werden. Genau hier liegt der Unterschied:

Welche Ladeleistungen es gibt

ArtTypische LeistungWo
AC Haushaltssteckdose2,3–3,7 kWNotlösung zu Hause
AC Wallbox / öffentlich11 kW (bis 22 kW)zu Hause, Arbeit, Parkplatz
DC Schnellladenab 50 kWunterwegs
DC HPC (High Power)150–400 kWAutobahn, Langstrecke

Warum 22 kW an der Wallbox oft nichts bringt

Beim AC-Laden ist fast immer das Onboard-Ladegerät die Bremse. Die meisten E-Autos laden damit maximal 11 kW – egal, ob die Wallbox oder Säule 22 kW könnte. Nur wenige Modelle (z. B. ältere Renault Zoe) laden AC mit 22 kW. Prüf also die Angabe deines Autos, bevor du in eine 22-kW-Wallbox investierst.

Wie lange dauert das Laden?

Beispiel für 10 → 80 % bei einem 60-kWh-Akku (rund 42 kWh nachladen):

LadeartDauer 10 → 80 %
AC 11 kWca. 3,5–4 Stunden
DC 50 kWca. 45 Minuten
DC 150+ kWca. 25–35 Minuten

Die DC-Zeiten hängen stark von der Ladekurve ab (dazu gleich mehr) – man kann sie nicht einfach als „Energie ÷ Spitzenleistung" rechnen.

Steckertypen: Typ 2 und CCS

Warum Schnellladen ab 80 % langsamer wird

Beim DC-Laden ist die Leistung nicht konstant: Eine leere Batterie nimmt viel Leistung auf, ab etwa 80 % drosselt das Batteriemanagement deutlich, um die Zellen zu schonen. Deshalb dauern die letzten 20 % fast so lange wie der Sprung von 10 auf 80 %. Praxis-Tipp: unterwegs bei rund 80 % weiterfahren. Mehr dazu im Ratgeber Günstig E-Auto laden.

AC oder DC – was ist günstiger?

AC ist meist günstiger: DC-Schnellladen kostet oft 10–30 ct/kWh mehr. Einige Anbieter (z. B. EnBW) verlangen im eigenen Netz inzwischen aber denselben Preis für AC und DC. Details im Ladekarten-Vergleich und unter Was kostet eine kWh?

AC oder DC – bei voltflat ein Preis.

Statt Preis-Wirrwarr je Ladeart und Betreiber: ein einheitlicher Preis an jeder Säule, ohne Roaming- und Blockiergebühr. 200 kWh für 99 €/Monat oder Prepaid ohne Vertrag.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?

Beim AC-Laden (Wechselstrom) wandelt das Ladegerät im Auto den Strom für die Batterie um – das begrenzt die Leistung auf meist 11 kW. Beim DC-Laden (Gleichstrom) übernimmt die Ladesäule die Umwandlung und lädt mit 50 bis über 300 kW deutlich schneller.

Wie lange dauert Laden an AC gegenüber DC?

Für 10 auf 80 % (rund 42 kWh bei einem 60-kWh-Akku) braucht AC mit 11 kW knapp 4 Stunden, ein DC-Schnelllader mit 50 kW etwa 45 Minuten und ein HPC-Lader mit 150+ kW rund 25–35 Minuten.

Welcher Stecker ist für AC und DC?

In Europa ist Typ 2 der Standard für AC-Laden und CCS für DC-Schnellladen. Tesla nutzt in Europa dieselben Stecker. NACS und CHAdeMO spielen hier keine Rolle.

Ist eine 22-kW-Wallbox schneller als 11 kW?

Nur, wenn das Auto es kann. Die meisten E-Autos haben ein 11-kW-Ladegerät an Bord – dann lädt es auch an einer 22-kW-Säule nur mit 11 kW.

Fazit

Merksatz: AC ist langsam und günstig (zu Hause, beim Parken), DC ist schnell und teurer (unterwegs). Fürs Tempo zählt beim AC-Laden dein Auto, beim DC-Laden vor allem die Ladekurve. Wer das versteht, plant Ladestopps entspannter.

Weiterlesen: E-Auto Verbrauch & Reichweite · Wallbox: Kosten & Förderung.

Stand Juli 2026. Quellen u. a.: ADAC, EnBW, Mobility House. Ladezeiten und -leistungen hängen von Fahrzeug, Ladekurve und Temperatur ab.

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